Zitronig, saftig & mit weichem Kern
Zitronen-Mohn-Gugelhupf mit Lemon-Curd-Kern
Dieser Zitronen-Mohn-Gugelhupf verbindet eine goldbraune, deutlich geriffelte Kruste mit einer hellen, saftigen und fein mit Mohn gepunkteten Zitronenkrume. Im Rezept wird die sichtbare gelbe, cremige Füllung als Lemon Curd umgesetzt und erst nach dem vollständigen Auskühlen eingefüllt. Eine dicke, hell glänzende Zitronenglasur läuft anschließend in unterschiedlich langen Bahnen über die Rillen; feine Zitronenzesten und sehr wenig Mohn setzen dezente Akzente.
Zutaten
Alles, was du brauchst
Für das gesamte Rezept solltest du je nach Größe und Saftigkeit ungefähr 3–4 Bio-Zitronen einplanen. Von 2 Zitronen wird die Schale fein für den Teig abgerieben; von 1 weiteren Bio-Zitrone werden vor dem Auspressen die Zesten für das Finish abgezogen. Insgesamt werden ungefähr 115–130 ml frisch gepresster Zitronensaft benötigt.
Für den Zitronen-Mohn-Teig
- 250 g weiche Butter
- 220 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 4 Eier, Größe M, zimmerwarm
- 320 g Weizenmehl, Type 405
- 40 g Speisestärke
- 12 g Backpulver, etwa 3 gestrichene TL
- 45 g Mohn
- 160 g griechischer Joghurt, zimmerwarm
- 60 ml Milch, zimmerwarm
- 70 ml frisch gepresster Zitronensaft
- fein abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
Für den weichen Kern
- 280 g Lemon Curd, dickcremig und gut gekühlt
Für die dicke Zitronenglasur
- 250 g Puderzucker, gesiebt
- 3–4 EL frisch gepresster Zitronensaft
- 1 EL Milch oder Sahne
Für das Finish
- feine Zesten von 1 weiteren Bio-Zitrone
- ca. ½ TL Mohn zum sehr sparsamen Bestreuen
Für die Form & zum Füllen
- 1 Gugelhupfform, Ø ca. 24–26 cm
- Randhöhe ca. 9–10 cm
- Butter für die Form
- Mehl oder feine Semmelbrösel für die Form
- 1 Spritzbeutel mit langer Fülltülle
- 1 kleiner Apfelausstecher oder schmales Messer
- 1 Kuchengitter
Auf dem Foto ist eine gelbe, cremige Füllung sichtbar. Ihre genaue Zusammensetzung und die Art des Einfüllens lassen sich aus dem Bild allein nicht sicher bestimmen. Im Rezept wird sie bewusst als dickcremiger Lemon Curd umgesetzt und nach dem Backen in den vollständig ausgekühlten Gugelhupf gefüllt.
Zubereitung
Schritt für Schritt
Gugelhupfform und Zutaten vorbereiten
Heize den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette eine Gugelhupfform mit etwa 24–26 cm Durchmesser und 9–10 cm Höhe sehr gründlich mit weicher Butter ein und arbeite sie sorgfältig in jede Rille sowie um den inneren Ring. Bestäube die Form anschließend dünn mit Mehl oder feinen Semmelbröseln und klopfe Überschuss aus.
Stelle Butter, Eier, griechischen Joghurt und Milch rechtzeitig bereit, damit sie nicht eiskalt verarbeitet werden. Der Lemon Curd bleibt bis zum Füllen im Kühlschrank. Kontrolliere vor dem Einfüllen noch einmal die tiefen Rillen der Form; ungleichmäßig gefettete Stellen erhöhen das Risiko, dass die goldbraune Kruste beim späteren Stürzen hängen bleibt.
Zitronen, Mohn und Finish vorbereiten
Wasche die Bio-Zitronen heiß ab und trockne sie sorgfältig. Reibe die gelbe Schale von 2 Zitronen fein für den Teig ab und vermeide die weiße Schicht darunter. Ziehe von 1 weiteren Bio-Zitrone einige feine Zesten für das Finish ab, bevor du die Früchte auspresst. Plane insgesamt etwa 3–4 Bio-Zitronen ein.
Miss 70 ml Zitronensaft für den Teig und 3 EL für die Glasur ab; etwas zusätzlichen Saft hältst du zum Nachjustieren bereit. Stelle außerdem 45 g Mohn für den Teig und etwa ½ TL für das Finish getrennt bereit. Insgesamt werden ungefähr 115–130 ml Zitronensaft benötigt, abhängig von der endgültigen Glasurkonsistenz.
Zitronen-Mohn-Teig behutsam rühren
Schlage die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz etwa 4–5 Minuten hell und cremig auf. Die Butter soll weich nachgeben, aber nicht geschmolzen sein. Gib die zimmerwarmen Eier einzeln dazu und rühre jedes nur so lange ein, bis es sich verbunden hat. Eine kurz leicht grisselige Struktur ist unproblematisch.
Vermische Mehl, Speisestärke, 12 g Backpulver und 45 g Mohn. Verrühre Joghurt, Milch, 70 ml Zitronensaft und Zitronenabrieb separat. Gib beide Mischungen abwechselnd in zwei bis drei Portionen bei niedriger Stufe zur Buttermasse. Ziehe zum Schluss mit dem Teigschaber über den Schüsselboden. Der Teig soll glatt, cremig und streichfähig sein; rühre nicht länger als nötig.
Teig einfüllen und Gugelhupf backen
Gib den Zitronen-Mohn-Teig in die vorbereitete Gugelhupfform und verteile ihn gleichmäßig rund um den inneren Ring. Streiche die Oberfläche glatt und klopfe die Form ein- bis zweimal sanft auf die Arbeitsfläche, damit größere Luftblasen aufsteigen. Achte darauf, dass der Teig in allen Rillen ähnlich hoch steht.
Backe den Kuchen auf der unteren bis mittleren Schiene etwa 55–65 Minuten. Gegen Ende soll die Kruste goldbraun sein und an den Rillen etwas kräftiger wirken. Prüfe mit einem Holzstäbchen: Es darf kein roher Teig haften, wenige feuchte Krümel sind in Ordnung. Bräunt die Oberseite zu früh stark, decke sie locker mit Backpapier ab.
Ruhen lassen, stürzen und auskühlen
Lasse den Gugelhupf nach dem Backen etwa 15–20 Minuten in der Form ruhen. Diese kurze Standzeit gibt der warmen Krume Stabilität, ohne dass der Kuchen vollständig in der Form auskühlt. Löse nur sichtbar haftende Stellen vorsichtig und vermeide starkes Ziehen, damit die ausgeprägten Rillen sauber bleiben.
Stürze den Kuchen anschließend behutsam auf ein Kuchengitter und hebe die Form langsam ab. Lasse ihn dort vollständig auskühlen und plane dafür insgesamt etwa 90 Minuten ab Backende ein. Vor dem Füllen darf auch der dickste Bereich nicht mehr warm sein, weil Wärme den Lemon Curd verflüssigen und die Krume leichter ausbrechen lassen würde.
Füllkanäle von der Unterseite vorbereiten
Lege den vollständig ausgekühlten Gugelhupf vorsichtig so um, dass die flache Unterseite nach oben zeigt. Markiere entlang des Kuchenrings mehrere relativ dicht und gleichmäßig nebeneinanderliegende Stellen. Entferne dort mit einem kleinen Apfelausstecher oder einem schmalen Messer jeweils etwas Krume und forme kurze Füllkanäle in Richtung Kuchenmitte, damit beim Anschneiden eine möglichst zusammenhängende Füllzone sichtbar werden kann.
Die Kanäle sollen tief genug für eine großzügige Füllung sein, aber weder die geriffelte Außenwand noch die Wand zum Mittelloch durchbrechen. Lasse rundherum genügend Krume stehen, damit der Gugelhupf stabil bleibt. Bewahre die herausgenommenen Kuchenstückchen auf; sie werden nach dem Füllen zum Verschließen der Öffnungen verwendet.
Lemon Curd einfüllen und Öffnungen schließen
Rühre den gut gekühlten Lemon Curd nur kurz glatt und fülle ihn in einen Spritzbeutel mit langer Fülltülle. Er soll dickcremig und gut spritzbar sein, nicht flüssig. Fülle die dicht angeordneten Kanäle nacheinander mit insgesamt etwa 280 g Lemon Curd und stoppe an einer Stelle, sobald die Füllung sichtbar zurückdrängt.
Verschließe jede Öffnung mit einem passenden Stück der zuvor entfernten Krume und drücke es nur leicht an. Drehe den Gugelhupf anschließend vorsichtig zurück auf die Servierplatte, sodass die geriffelte Seite wieder oben liegt. Die nachträgliche Füllung ist eine bewusste Rezeptmethode, damit der gelbe Kern beim Anschneiden weich und cremig bleibt.
Dicke Zitronenglasur anrühren
Siebe 250 g Puderzucker in eine Schüssel und verrühre ihn zunächst mit 3 EL Zitronensaft und 1 EL Milch oder Sahne. Die Glasur soll glatt, hell und deutlich dickflüssig sein. Hebst du den Löffel an, soll sie in einem breiten, langsamen Band zurücklaufen und kurz sichtbar liegen bleiben.
Ist der Guss zu fest, ergänze den restlichen Zitronensaft nur tropfenweise; ist er zu dünn, rühre etwas Puderzucker ein. Die richtige Konsistenz ist erreicht, wenn die Glasur langsam nach unten zieht, aber nicht sofort vollständig abläuft. Rühre sie unmittelbar vor dem Auftragen noch einmal ruhig glatt.
Glasieren und locker dekorieren
Setze den gefüllten, vollständig kalten Gugelhupf auf eine Platte oder auf ein Gitter mit Unterlage. Gib die Glasur portionsweise auf die höchsten Rundungen und lasse sie weitgehend von selbst in die Rillen laufen. Unterstütze einzelne Bahnen nur vorsichtig mit einem Löffel, damit breite, helle Drips unterschiedlicher Länge entstehen.
Verteile die vorbereiteten Zitronenzesten locker auf der noch feuchten Glasur und streue insgesamt nur etwa ½ TL Mohn sehr sparsam darüber. Die Zesten dürfen unregelmäßig sitzen, während der Mohn lediglich vereinzelte dunkle Akzente setzt. Arbeite nicht zu dicht, damit die glänzende Glasur und die geriffelte Form weiterhin gut sichtbar bleiben.
Festigen lassen, schneiden und servieren
Lasse den fertig glasierten Gugelhupf etwa 20–25 Minuten stehen, bis der Guss nicht mehr weiterläuft, aber noch weich glänzt. Schneide ihn anschließend mit einem langen, scharfen Messer in etwa 12 Stücke. Wische die Klinge zwischen den Schnitten sauber, damit Mohnkrume, gelbe Füllung und Glasur möglichst klar getrennt sichtbar bleiben.
Serviere den Kuchen bei Raumtemperatur oder nur leicht gekühlt, damit die Krume weich und die Füllung cremig bleibt. Bewahre Reste wegen des Lemon Curds gut abgedeckt im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von 2–3 Tagen.
Nährwerte
Ungefähr pro Stück
Näherungswerte pro 1/12 der Gesamtmenge. Die tatsächlichen Werte können je nach verwendetem griechischem Joghurt, Lemon Curd, Eigröße und tatsächlich verbrauchter Menge Zitronenglasur leicht abweichen.
Meine Backhelfer
Premium Toolbox
Für diesen Zitronen-Mohn-Gugelhupf sind eine gut ausgeprägte Gugelhupfform, ein Schneebesen für die dicke Zitronenglasur und ein flexibler Teigschaber besonders praktisch.
Gugelhupfform
Eine deutlich geriffelte Form sorgt für die charakteristische hohe Gugelhupf-Optik und bietet der dicken Glasur schöne Bahnen für die Drips.
Fackelmann Schneebesen
Praktisch, um Puderzucker, Zitronensaft und Milch oder Sahne zu einer glatten, klümpchenfreien Glasur zu verrühren.
Decocino Teigschaber
Hilft beim schonenden Fertigstellen des Rührteigs und beim sauberen Übertragen des Teigs in die geriffelte Gugelhupfform.
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Auf dem Foto sichtbar sind ein hoher, stark geriffelter Gugelhupf mit goldbrauner Kruste, einer hellen fein mit Mohn gepunkteten Krume, einer gelben cremigen Füllung im Anschnitt, einer dicken hellen Glasur mit langen Verläufen sowie feinen gelben Zesten auf der Oberfläche. Die genaue Formgröße, die Zutatenmengen, Lemon Curd als Füllung und das nachträgliche Einfüllen von der Unterseite sind bewusste Rezeptentscheidungen und lassen sich aus dem Foto allein nicht zweifelsfrei ableiten.
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