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Cremig, luftig & zitronig

Zitronen-Baiser-Kuchen mit Zitronencreme

Dieser Zitronen-Baiser-Kuchen orientiert sich an der sichtbaren Schichtung des Fotos: ein goldgelber gebackener Rührboden, eine hohe gelbe Cremeschicht und eine großzügige weiße Baiserhaube mit unregelmäßig gebräunten Wellen. Für diese Rezeptumsetzung wird die Mittelschicht als kräftige, schnittfeste Zitronencreme gekocht und die Haube als Swiss Meringue hergestellt. Der feine Zitronenabrieb im Rührteig ist eine bewusste geschmackliche Rezeptentscheidung und keine Eigenschaft, die sich aus der Bildoptik sicher bestimmen lässt.

Form: 26 cm Springform Randhöhe: ca. 7–8 cm Temperatur: 175 °C Ober-/Unterhitze Backzeit: ca. 28–32 Minuten Kühlzeit Creme: mind. 4 Stunden Baiser: Swiss Meringue 70–72 °C Ergibt: ca. 12 Stücke
Vorbereitung ca. 1 Std. 10 Min.
Backen ca. 28–32 Min.
Kühlen inkl. Auskühlen ca. 5½ Std.
Gesamtzeit ca. 7 Std. 10 Min.
Schwierigkeit mittel
Zitronen-Baiser-Kuchen mit gelber Cremeschicht und hoher goldbraun abgeflammter Baiserhaube Zitrone & Baiser
Runder Zitronen-Baiser-Kuchen mit gebackenem goldgelbem Rührboden, hoher gelber Cremeschicht und großzügiger weißer Baiserhaube mit unregelmäßig goldbraun gebräunten Wellen.

Alles, was du brauchst

Für den saftigen Rührboden

  • 180 g weiche Butter
  • 160 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier, Größe M, zimmerwarm
  • 220 g Weizenmehl, Type 405
  • 2 TL Backpulver
  • 80 ml Milch, zimmerwarm
  • 1 Bio-Zitrone, fein abgeriebene Schale

Für die Zitronencreme

  • 420 ml Wasser
  • 120 ml frisch gepresster Zitronensaft
  • 2 Bio-Zitronen, fein abgeriebene Schale
  • 150 g Zucker
  • 60 g Speisestärke
  • 4 Eigelb, Größe M, aus 4 zusätzlich getrennten Eiern
  • 80 g Butter
  • 1 Prise Salz

Für die Swiss Meringue

  • 4 Eiweiß, Größe M, aus denselben zusätzlich getrennten Eiern
  • 220 g feiner Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zitronensaft

Für das Finish

  • 1–2 TL fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • optional feine Zitronenzesten

Zum Fertigstellen

  • 1 Springform, 26 cm, Randhöhe ca. 7–8 cm
  • Backpapier
  • etwas Butter und Mehl für den Rand
  • 1 Tortenring oder gereinigter Springformrand
  • 1 Handmixer oder Küchenmaschine
  • 1 hitzebeständige Schüssel
  • 1 Topf
  • 1 Schneebesen
  • 1 Küchen-Thermometer
  • 1 Winkelpalette
  • 1 Küchenbrenner

Die Zitronencreme wird bewusst ohne Milch gekocht. Der Zitronensaft kommt erst nach dem Binden hinzu, damit die Creme glatt, kräftig zitronig und schnittfest bleibt. Die vier zusätzlich getrennten Eier werden vollständig genutzt: Die Eigelb kommen in die Zitronencreme, die Eiweiß werden abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und später für die Swiss Meringue verwendet.

Schritt für Schritt

1

Springform vorbereiten und Rührteig ansetzen

Lege den Boden der 26 cm Springform mit Backpapier aus, fette den Rand dünn mit Butter ein und bestäube ihn leicht mit Mehl. Heize den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor. Schlage Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz 4–5 Minuten hell und cremig auf. Rühre die Eier anschließend einzeln ein.

Vermische Mehl und Backpulver separat. Rühre die Mehlmischung im Wechsel mit der zimmerwarmen Milch nur kurz unter und hebe zuletzt den Zitronenabrieb unter. Der Teig soll glatt und dickcremig sein. Fülle ihn in die vorbereitete Form und streiche die Oberfläche eben, ohne den Teig unnötig lange weiterzurühren.

2

Rührboden goldgelb backen und auskühlen

Backe den Rührboden auf der mittleren Schiene etwa 28–32 Minuten. Gegen Ende soll die Oberfläche goldgelb sein und bei sanftem Druck leicht zurückfedern. Mache die Stäbchenprobe: Einige feine, feuchte Krümel sind in Ordnung, roher Teig darf jedoch nicht mehr am Stäbchen haften.

Lasse den Boden 10–15 Minuten in der Form stehen, löse den Rand anschließend vorsichtig und lasse ihn auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Setze den kalten Boden danach wieder in einen sauberen Springformrand oder Tortenring. Die Creme darf erst aufgetragen werden, wenn keine Restwärme mehr im Boden steckt.

3

Zitronencreme glatt und schnittfest kochen

Trenne die vier zusätzlichen Eier sauber. Verwende die Eigelb für die Creme und stelle die Eiweiß für die spätere Swiss Meringue sofort abgedeckt in den Kühlschrank. Verrühre 100 ml kaltes Wasser mit Speisestärke und Eigelb glatt. Erhitze die übrigen 320 ml Wasser mit Zucker, Zitronenabrieb und Salz.

Rühre 3–4 EL der heißen Flüssigkeit nach und nach in die Eigelbmischung und gieße alles zurück in den Topf. Erhitze die Mischung unter ständigem Rühren, bis eine sehr dicke, glatte Creme entsteht. Lasse sie etwa 1 Minute sanft weiterköcheln, nimm sie vom Herd und rühre Zitronensaft sowie zuletzt die Butter ein.

4

Zitronencreme auftragen und vollständig kühlen

Verteile die noch warme Zitronencreme direkt auf dem vollständig ausgekühlten Boden und streiche sie mit einer Winkelpalette gleichmäßig bis an den Rand. Die Schicht soll eben und geschlossen sein. Klopfe die Form ein- bis zweimal vorsichtig auf die Arbeitsfläche, damit größere Luftblasen entweichen.

Lasse den Kuchen etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen und stelle ihn anschließend mindestens 4 Stunden kalt. Die Zitronencreme muss vor dem Baiser vollständig schnittfest sein und am Rand stabil stehen. Löse den Ring erst nach dem Kühlen vorsichtig, damit der Rand der Cremeschicht sauber bleibt.

5

Swiss Meringue über dem Wasserbad erhitzen

Gib die gekühlten Eiweiß mit Zucker, Salz und Zitronensaft in eine absolut fettfreie, hitzebeständige Schüssel. Setze sie über ein sanft siedendes Wasserbad, ohne dass der Schüsselboden das Wasser berührt. Rühre die Mischung ständig mit einem Schneebesen, bis sie 70–72 °C erreicht hat. Nimm die Schüssel dann sofort vom Wasserbad.

Lasse einen winzigen Tropfen der Masse kurz abkühlen und reibe ihn zwischen zwei sauberen Fingern. Es dürfen keine Zuckerkristalle mehr fühlbar sein. Spürst du noch Körnchen, setze die Schüssel kurz zurück über das Wasserbad und rühre weiter, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.

6

Swiss Meringue glänzend und stabil aufschlagen

Schlage die warme Eiweiß-Zucker-Masse sofort auf hoher Stufe, bis sie dick, glänzend und stabil ist. Die Swiss Meringue soll feste Spitzen bilden, die ihre Form halten. Schlage weiter, bis die Schüssel außen nicht mehr warm ist und die Masse ungefähr Raumtemperatur erreicht hat.

Wirkt die Meringue noch weich und laufen die Spitzen wieder zusammen, schlage sie kurz weiter. Sie soll geschmeidig bleiben und sich mit Löffel oder Winkelpalette gut formen lassen. Verarbeite sie direkt auf dem vollständig gekühlten Kuchen, damit die Oberfläche frisch und stabil bleibt.

7

Baiser wellig auftragen und goldbraun abflämmen

Verteile die Swiss Meringue großzügig auf der festen Zitronencreme. Forme mit einem Löffel oder einer Winkelpalette viele lockere, unregelmäßige Wellen, Spitzen und fein ausgezogene Baiserkanten. Die Haube soll deutlich hoch aufgebaut sein und lebendig strukturiert wirken, während die gelbe Cremeschicht am Rand sauber sichtbar bleibt.

Flämme vor allem die erhöhten Wellen, Spitzen und fein ausgezogenen Kanten mit dem Küchenbrenner kontrolliert goldbraun ab. Halte die Flamme ständig in Bewegung und arbeite mit etwas Abstand. Einzelne Stellen dürfen stärker gebräunt sein als andere, während ausreichend weiße Flächen sichtbar bleiben und die gekühlte Zitronencreme möglichst kalt bleibt.

8

Zitronenfinish auftragen und sauber anschneiden

Streue zum Schluss fein abgeriebene Zitronenschale locker über die Baiserhaube und ergänze nach Wunsch einige feine Zitronenzesten. Verteile den Abrieb nur sparsam, damit die unterschiedlich gebräunten Baiserwellen und die weißen Bereiche sichtbar bleiben. Stelle den Kuchen anschließend noch etwa 15–20 Minuten kalt.

Schneide den Kuchen gut gekühlt mit einem langen, scharfen Messer in 12 Stücke. Erwärme die Klinge vor jedem Schnitt kurz in heißem Wasser, trockne sie ab und wische sie anschließend sauber. Im Anschnitt sollen goldgelber Rührboden, kräftig gelbe Zitronencreme und die hohe weiße Baiserhaube klar getrennt bleiben. Bewahre Reste abgedeckt im Kühlschrank auf.

💗 Tipp: Trage die Swiss Meringue möglichst erst am Serviertag auf und flämme sie anschließend frisch ab. So bleiben die Wellen besonders klar, die Oberfläche zieht weniger Feuchtigkeit und die gekühlte Zitronencreme behält ihren sauberen Stand.
Perfekt ist der Zitronen-Baiser-Kuchen, wenn der Rührboden goldgelb und saftig bleibt, die Zitronencreme glatt und schnittfest steht und darüber eine hohe, weiße Baiserhaube mit unregelmäßigen, unterschiedlich goldbraun abgeflammten Wellen und Spitzen liegt.

Ungefähr pro Stück

470 kcal
7 g Eiweiß
21 g Fett
63 g Kohlenhydrate

Näherungswerte pro 1/12 des Kuchens. Die tatsächlichen Werte können je nach verwendeter Butter, Milch, Eigröße und weiteren Produkten leicht abweichen.

Meine Backhelfer

Premium Toolbox

Für diesen Zitronen-Baiser-Kuchen sind eine passende 26 cm Springform, ein zuverlässiger Schneebesen für die Swiss Meringue und eine kleine Winkelpalette zum Glätten der Creme und Formen der Baiserwellen besonders hilfreich.

Springform 26 cm

Die passende runde Form für einen stabilen Rührboden und klar aufgebaute Creme- und Baiserschichten.

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Fackelmann Schneebesen

Praktisch, um Eiweiß und Zucker über dem Wasserbad gleichmäßig zu rühren und die Zuckerkristalle vollständig aufzulösen.

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Decocino Winkelpalette

Hilfreich, um die Zitronencreme eben zu verteilen und anschließend die lockeren, unregelmäßigen Wellen der Baiserhaube zu formen.

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Die sichtbare Schichtung des Fotos wird in dieser Rezeptumsetzung mit Rührboden, gekochter Zitronencreme und Swiss Meringue nachgebildet. Die genaue Zusammensetzung der gelben Mittelschicht, der Baiserhaube und die geschmackliche Aromatisierung des Bodens lassen sich aus dem Foto allein nicht sicher bestimmen; diese Details sind bewusste Rezeptentscheidungen.

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