Schokoladig, saftig & fein gestreift
Zebra-Kuchen Gugelhupf
Dieser saftige Zebra-Gugelhupf verbindet einen hellen Vanille-Rührteig mit einem kräftigen Schokoteig zu feinen, geschwungenen Streifen. Die goldbraune, deutlich gerillte Außenseite bleibt schön geformt, während sich im Anschnitt zahlreiche helle und dunkle Bögen zeigen. Ein leichter Puderzucker-Schleier rundet den Gugelhupf ab, ohne seine kräftige Bräunung zu verdecken.
Schnellübersicht
Rezept auf einen Blick
Zubereitung
Schritt für Schritt
Gugelhupfform vorbereiten
Fette die stark gerillte Gugelhupfform sorgfältig mit weicher Butter ein und arbeite dabei besonders gründlich in die tiefen Rillen und rund um den inneren Ring, damit sich die gebackene Oberfläche später sauber lösen lässt.
Streue die gefettete Form dünn mit Mehl oder feinen Semmelbröseln aus und drehe sie dabei, bis alle gefetteten Flächen leicht bedeckt sind. Klopfe den Überschuss wieder aus und stelle die Form anschließend bereit.
Achte darauf, dass sich in den tiefen Rillen keine dicken Mehl- oder Bröselansammlungen bilden. So bleibt die kräftig goldbraune Oberfläche nach dem Stürzen gleichmäßig und frei von auffällig hellen Mehl- oder Bröselspuren.
Butter, Zucker und Eier cremig aufschlagen
Gib die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz in eine große Rührschüssel. Schlage alles etwa 3–4 Minuten auf, bis die Masse sichtbar heller, cremig und etwas voluminöser geworden ist.
Arbeite die zimmerwarmen Eier anschließend einzeln ein und rühre jedes Ei kurz vollständig unter, bevor das nächste folgt. Sollte die Buttermasse dabei leicht geronnen aussehen, ist das unproblematisch.
Schabe zwischendurch den Schüsselrand und den Boden mit dem Teigschaber ab, damit keine festeren Butterreste zurückbleiben. So verbinden sich die Eier gleichmäßiger mit der Buttermasse. Die Masse ist fertig, sobald sie weich, homogen und luftig wirkt.
Grundteig fertigstellen
Heize jetzt den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor. Vermische anschließend Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel gründlich miteinander, damit sich das Backpulver gleichmäßig im Mehl verteilt.
Gib die Mehlmischung abwechselnd mit den 170 ml Milch in mehreren Portionen zur Butter-Ei-Masse und arbeite alles nur kurz auf niedriger Stufe ein. Hebe letzte trockene Mehlstellen bei Bedarf mit dem Teigschaber von Hand unter.
Rühre zum Schluss die Vanillepaste kurz ein. Der fertige Grundteig soll glatt, dick-cremig und gut portionierbar sein: Er darf langsam vom Löffel oder Teigschaber fallen, soll aber nicht flüssig verlaufen.
Dunklen Schokoteig herstellen
Teile den fertigen Grundteig so auf, dass etwa 53 % als heller Teig in der ersten Schüssel bleiben und etwa 47 % für den Schokoteig in eine zweite Schüssel kommen. Die etwas kleinere Portion für den Schokoteig berücksichtigt, dass mit Kakao, Milch und Zucker anschließend noch weitere Zutaten hinzukommen.
Verrühre Backkakao, 35 ml Milch und 1 Esslöffel Zucker zu einer glatten Kakaomischung und arbeite sie kurz unter die kleinere Teigportion. Beide fertigen Teige sollen anschließend mengenmäßig annähernd ausgeglichen sein, ähnlich dick-cremig wirken und langsam vom Löffel fallen. Ist der Schokoteig noch deutlich fester, rühre nur bei Bedarf 1–2 TL zusätzliche Milch ein.
Zebra-Muster in die Form füllen
Beginne an einer Stelle des Formkanals mit etwa einem gut gefüllten Esslöffel hellem Teig und setze direkt darauf einen möglichst gleich großen Esslöffel dunklen Teig. Fahre in gleichmäßigen Portionen abwechselnd mit beiden Farben fort.
Setze jede neue Portion möglichst direkt auf die vorherige, sodass sich die darunterliegenden Teiglagen sanft nach außen drücken. Setze die nächsten Portionen bei Bedarf schrittweise etwas weiter entlang des Formkanals, damit sich der Aufbau kontinuierlich um die Form fortsetzt. Beginne dabei nicht an einer zweiten, weiter entfernten Stelle neu, damit das Zebra-Muster zusammenhängend bleibt.
Verstreiche die Oberfläche nicht, damit die einzelnen Teiglagen nicht ineinandergezogen werden. Wenn der gesamte Teig eingefüllt ist, bewege die Form nur sehr leicht, um größere Zwischenräume auszugleichen, ohne die feinen Zebra-Streifen zu verwischen.
Goldbraun backen
Schiebe die Gugelhupfform auf die mittlere Schiene des vollständig vorgeheizten Backofens und backe den Kuchen bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 55–65 Minuten. Wird die Oberfläche gegen Ende deutlich zu dunkel, lege ein Stück Backpapier locker über die Form.
Der Gugelhupf ist fertig, wenn die Oberfläche kräftig goldbraun wirkt und ein Holzstäbchen aus einem der dicksten Teigbereiche zwischen Außenrand und Mittelring ohne rohen Teig herauskommt. Einige saftige Krümel dürfen daran haften; flüssiger oder klebriger Teig braucht noch etwas Backzeit.
Ruhen lassen und sauber stürzen
Stelle die Gugelhupfform nach dem Backen auf ein Kuchengitter und lasse den Kuchen etwa 12–15 Minuten darin ruhen. In dieser Zeit stabilisiert sich die noch weiche Krume ausreichend für das anschließende Stürzen. Lasse ihn nicht wesentlich länger in der warmen Form stehen, damit sich an der gerillten Oberfläche nicht unnötig Feuchtigkeit sammelt.
Lege danach ein Kuchengitter auf die Form und drehe beides mit einer ruhigen Bewegung um. Hebe die Form langsam ab. Löst sich der Gugelhupf nicht sofort, bewege die Form vorsichtig, anstatt kräftig darauf zu klopfen. Ist die Form vollständig abgehoben, lasse den Gugelhupf auf dem Kuchengitter stehen, damit überschüssige Wärme von allen Seiten entweichen kann.
Auskühlen lassen und mit Puderzucker vollenden
Lasse den gestürzten Gugelhupf vollständig auskühlen und plane ab dem Ende der Backzeit insgesamt etwa 2 Stunden Abkühlzeit ein. Prüfe vor dem Bestäuben besonders am unteren Rand und rund um den Mittelring, dass keine Restwärme mehr spürbar ist. Die Oberfläche soll vollständig erkaltet und trocken sein, damit der Puderzucker beim Bestäuben trocken und gleichmäßig auf der Oberfläche liegen bleibt.
Siebe den Puderzucker erst kurz vor dem Servieren als feinen Schleier über die oberen Rillen. Die kräftig goldbraune Oberfläche soll weiterhin sichtbar bleiben und nicht unter einer dicken Zuckerschicht verschwinden.
Schneide den Gugelhupf mit einem langen, scharfen Messer in 12–14 Stücke. Bewahre Reste gut abgedeckt bei kühler Raumtemperatur auf und serviere sie möglichst innerhalb der nächsten zwei bis drei Tage.
Nährwerte
Ungefähr pro Stück
Überschlägig berechnet bei 12 gleich großen Stücken. Bei 14 Stücken fallen die Werte pro Stück entsprechend etwas niedriger aus; je nach verwendeten Zutaten können sie zusätzlich leicht abweichen.
Meine Backhelfer
Premium Toolbox
Diese drei Helfer unterstützen die entscheidenden Küchenphasen: Der Handmixer sorgt für eine locker aufgeschlagene Buttermasse, die stark gerillte Gugelhupfform gibt dem Kuchen seine charakteristische Form und der flexible Teigschaber hilft beim schonenden Fertigstellen und sauberen Aufteilen des Rührteigs.
Handmixer
Ideal zum cremigen Aufschlagen von Butter, Zucker und Eiern und zum kurzen Einarbeiten der weiteren Zutaten, ohne den Rührteig unnötig lange zu bearbeiten.
Fackelmann / Dr. Oetker Gugelhupfform Ø 24 cm
Die stark ausgeprägten Rillen unterstützen die charakteristische hohe Gugelhupf-Optik und sorgen nach dem Stürzen für eine sauber geformte Oberfläche.
Decocino Teigschaber
Hilft beim kurzen Unterheben letzter Mehlstellen, beim sauberen Ausschaben der Schüsseln und beim kontrollierten Aufteilen des hellen und dunklen Rührteigs.
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