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Schokoladig, klassisch & wunderbar saftig

Saftiger Schoko-Marmorkuchen mit Schokoglasur

Dieser saftige Marmorkuchen aus der Kastenform verbindet einen hellen Vanilleteig mit einem besonders kräftigen Schokoteig zu breiten, deutlich voneinander abgegrenzten Wellen. Nach dem Auskühlen erhält der Kuchen einen fast geschlossenen, satt glänzenden Ganache-Überzug, über den zusätzliche kräftige Schokoladenbahnen gezogen werden. Einzelne weiche Läufer an den Seiten und großzügige grobe Schokospäne entlang der Kuchenmitte vollenden die üppig schokoladige Optik des Bildes.

Form: Kastenform 30 × 11 cm Randhöhe: ca. 7–8 cm Temperatur: 175 °C Ober-/Unterhitze Backzeit: ca. 55–65 Minuten Auskühlzeit: ca. 90 Minuten Ergibt: ca. 10–12 Scheiben

Rezept auf einen Blick

Aktive Zeit ca. 40 Minuten
Backzeit ca. 55–65 Minuten
Auskühlen ca. 90 Minuten
Glasur anziehen ca. 20–30 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Std. 35 Min.
Ergibt ca. 10–12 Scheiben
Saftiger Schoko-Marmorkuchen mit breiten hellen und dunklen Marmorwellen, fast geschlossenem glänzendem Schokoüberzug, kräftigen Schokoladenbahnen und groben Schokospänen
Saftiger Kastenkuchen mit breiten hellen und dunklen Marmorwellen, fast geschlossenem glänzendem Ganache-Überzug, kräftigen Schokoladenbahnen und großzügigen groben Schokospänen.

Alles, was du brauchst

Für den Grundteig

  • 220 g weiche Butter
  • 190 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier, Größe M, zimmerwarm
  • 300 g Weizenmehl, Type 405
  • 10 g Backpulver
  • 120 ml Milch, zimmerwarm
  • 1 TL Vanillepaste oder Vanilleextrakt

Für den Schokoteig

  • 38 g Backkakao
  • 35 g Zucker
  • 80 ml Milch, zimmerwarm
  • 60 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
  • 1–2 EL Milch zusätzlich, nur bei Bedarf

Für die glänzende Schokoglasur

  • 180 g Zartbitterschokolade, fein gehackt
  • 95 ml Schlagsahne
  • 20 g Butter
  • 1 TL neutrales Öl

Für die Dekoration

  • 35–45 g Schokoraspeln, grob gehobelte Schokospäne oder kleine Schokoladensplitter

Für die Form

  • etwas weiche Butter zum Einfetten
  • 1 Streifen Backpapier

Für die kräftige Marmorierung wird der fertige Grundteig zunächst ungefähr im Verhältnis 55 % hell zu 45 % für den Schokoteig geteilt. Durch Kakao, zusätzliche Milch und geschmolzene Schokolade wächst die dunkle Portion anschließend noch etwas an und erhält die intensive Farbe, die im Anschnitt deutlich sichtbar sein soll.

Schritt für Schritt

1

Form und Backofen vorbereiten

Heize den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette eine Kastenform von etwa 30 × 11 cm und 7–8 cm Randhöhe sorgfältig mit weicher Butter ein. Achte besonders auf die Ecken und die langen Seiten, damit sich der saftige Rührkuchen später sauber lösen lässt.

Lege zusätzlich einen Backpapierstreifen quer über den Boden und die langen Seiten, sodass an beiden Seiten etwas Papier übersteht. Damit kannst du den kurz abgekühlten und bereits stabilisierten Kuchen später kontrolliert aus der Form heben, ohne die Kruste zu beschädigen.

Stelle die vorbereitete Form griffbereit. Sobald der Rührteig fertig und marmoriert ist, sollte er ohne längere Standzeit in den vorgeheizten Ofen kommen, damit das Backpulver seine Triebkraft gleichmäßig entwickelt.

2

Butter-Zucker-Masse cremig aufschlagen

Gib die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker, Vanillepaste und Salz in eine große Rührschüssel. Die Butter soll weich und formbar sein, darf aber weder ölig noch teilweise geschmolzen wirken.

Schlage alles etwa 4–5 Minuten cremig auf, bis die Masse sichtbar heller, luftig und weich geworden ist. Streiche dabei ein- bis zweimal mit einem Teigschaber am Schüsselrand entlang, damit Butter und Zucker gleichmäßig erfasst werden.

Die Masse ist richtig aufgeschlagen, wenn keine kompakten Butterstücke mehr sichtbar sind und sie deutlich mehr Volumen besitzt als zu Beginn. Diese eingearbeitete Luft unterstützt später eine feine, saftige Krume, ohne den Kuchen unnötig grobporig zu machen.

3

Eier einzeln einarbeiten

Gib die zimmerwarmen Eier einzeln zur Butter-Zucker-Masse und rühre jedes Ei ungefähr 30 Sekunden ein, bevor das nächste folgt. Die Masse soll nach jedem Ei wieder möglichst homogen aussehen.

Wirkt sie zwischendurch leicht grisselig oder geronnen, rühre nicht minutenlang dagegen an. Das stabilisiert sich beim anschließenden Einarbeiten der Mehlmischung in der Regel wieder. Wichtig ist vor allem, dass Eier und Butter eine ähnliche Temperatur haben.

4

Grundteig fertigstellen

Vermische Mehl und 10 g Backpulver gründlich miteinander. Gib die Mehlmischung in zwei bis drei Portionen abwechselnd mit den 120 ml Milch zur Butter-Ei-Masse. Beginne und ende mit etwas Mehl.

Rühre ab jetzt nur noch auf niedriger Stufe und nur so lange, bis keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind. Zu langes Rühren würde unnötig Gluten entwickeln und den späteren Kastenkuchen kompakter und trockener machen.

Der fertige Grundteig soll glatt, cremig und schwer reißend vom Teigschaber fallen. Er darf nicht flüssig sein, muss sich aber ohne großen Widerstand verstreichen lassen. Diese Konsistenz ist wichtig, damit heller und dunkler Teig beim Marmorieren klare Bahnen bilden.

5

Kräftigen Schokoteig herstellen

Schmelze die 60 g grob gehackte Zartbitterschokolade behutsam über einem warmen Wasserbad oder in kurzen Mikrowellenintervallen. Rühre zwischendurch langsam um und erhitze sie nur so stark wie nötig. Lasse die geschmolzene Schokolade anschließend etwa 5 Minuten abkühlen, bis sie noch flüssig, aber nur noch lauwarm ist.

Teile währenddessen den Grundteig nach Gewicht ungefähr im Verhältnis 55 % hell zu 45 % für den dunklen Teig. Die helle Portion bleibt unverändert. Verrühre für die dunkle Portion Backkakao, 35 g Zucker und 80 ml Milch zunächst separat zu einer glatten, klümpchenfreien Kakaomischung. Arbeite diese zusammen mit der lauwarmen geschmolzenen Zartbitterschokolade behutsam unter die kleinere Teigportion.

Vergleiche anschließend beide Konsistenzen. Der Schokoteig soll ähnlich cremig und streichfähig wie der helle Teig sein. Ist er durch Kakao und Schokolade deutlich zäher geworden, gib nur bei Bedarf 1–2 EL zusätzliche Milch dazu. So bleiben die beiden Teige beim Marmorieren klar getrennt, ohne dass eine Sorte schwer nach unten sinkt.

6

Große Marmorwellen formen

Gib hellen und dunklen Teig abwechselnd in größeren, länglichen Portionen in die Kastenform. Setze die Portionen leicht versetzt übereinander, anstatt viele kleine Kleckse zu verteilen. Dadurch entstehen schon beim Einschichten breite helle und dunkle Bereiche.

Verteile den dunklen Teig nicht ausschließlich in der Mitte. Setze einzelne längliche Portionen auch etwas näher an die Seiten, damit sich die kräftigen Schokowellen später durch möglichst viele Scheiben ziehen.

Ziehe nun mit einem langen Holzspieß oder einer Gabel nur zwei bis drei große S-förmige Bewegungen durch die gesamte Teighöhe. Führe den Backhelfer dabei bis nahe an den Boden und wieder nach oben, ohne den Teig mehrfach umzurühren.

Stoppe, sobald an der Oberfläche noch klar getrennte helle und dunkle Zonen sichtbar sind. Zu viele kleine Bewegungen würden beide Teige vermischen und statt der breiten Wellen des Bildes eine fein gesprenkelte oder überwiegend braune Krume erzeugen.

7

Marmorkuchen saftig backen

Schiebe die Kastenform auf die mittlere Schiene und backe den Kuchen bei 175 °C Ober-/Unterhitze insgesamt etwa 55–65 Minuten. Lasse die Ofentür während der ersten etwa 15 Minuten geschlossen, damit sich die Oberfläche zunächst leicht stabilisieren kann.

Öffne den Ofen danach nur kurz und schneide die bereits leicht gesetzte Oberfläche mit einem scharfen Messer mittig längs ungefähr 1 cm tief ein. Schließe die Tür direkt wieder und backe den Kuchen ohne weitere unnötige Kontrollen weiter. Dadurch entsteht ein kontrollierter länglicher Aufriss, ohne dass der Teig während der frühen Backphase mehrfach gestört wird.

Prüfe den Kuchen ab ungefähr 50 Minuten. Er soll deutlich aufgegangen sein und die Oberfläche soll fest wirken. Stich mit einem Holzstäbchen möglichst mittig in einen Kuchenbereich. Es darf kein roher Teig mehr daran haften; wenige saftige Krümel sind dagegen richtig.

Wird die Oberfläche gegen Ende deutlich dunkler, obwohl die Mitte noch nicht fertig ist, lege locker ein Stück Backpapier darüber. Backe den Kuchen nicht länger als nötig, denn die saftige Krume des Bildes entsteht vor allem durch einen rechtzeitig beendeten Backvorgang.

8

Kuchen vollständig auskühlen lassen

Nimm den fertigen Marmorkuchen aus dem Ofen und lasse ihn etwa 12–15 Minuten in der Form ruhen. In dieser Zeit stabilisiert sich die noch warme Krume ausreichend, sodass der hohe Kuchen beim Herausheben weniger leicht bricht.

Löse eventuell haftende kurze Seiten vorsichtig mit einem dünnen Messer und hebe den Kuchen mithilfe des Backpapiers auf ein Kuchengitter. Entferne das Papier vorsichtig, sobald der Kuchen stabil liegt.

Lasse den Kuchen insgesamt ungefähr 90 Minuten vollständig auskühlen. Vor dem Glasieren darf keine deutliche Restwärme mehr vorhanden sein. Ein warmer Kuchen würde die Ganache sofort verflüssigen, sodass der gleichmäßige glänzende Überzug und die später aufgesetzten kräftigeren Schokoladenbahnen ihre Form nicht halten würden.

9

Glänzende Schokoglasur zubereiten

Hacke die Zartbitterschokolade möglichst fein und gib sie in eine hitzebeständige Schüssel. Erhitze Sahne und Butter gemeinsam, bis am Rand erste kleine Bläschen sichtbar werden, die Mischung aber noch nicht kräftig kocht.

Gieße die heiße Sahnemischung über die Schokolade und lasse sie etwa 1 Minute ungestört stehen. Rühre anschließend langsam von der Mitte nach außen, bis eine vollständig glatte und glänzende Ganache entstanden ist. Arbeite zum Schluss das neutrale Öl gleichmäßig ein.

Lasse die Glasur einige Minuten stehen, bis sie dickflüssig und kontrolliert vom Löffel läuft. Sie soll sich noch zu einer gleichmäßigen Schicht verteilen und anschließend auch in kräftigeren Bahnen auftragen lassen, darf aber nicht mehr wie eine dünne Flüssigkeit vom Kuchen laufen. Ist sie zu fest geworden, erwärme sie nur ganz kurz und behutsam über einem warmen Wasserbad.

10

Glasieren und dekorieren

Stelle den vollständig ausgekühlten Kuchen auf ein Kuchengitter und lege Backpapier darunter. Gib zunächst einen größeren Teil der Ganache über die Oberseite und verteile sie vorsichtig zu einer fast geschlossenen, dünnen bis mittleren Schicht. Die Oberfläche soll satt und glänzend wirken, ohne dass die Ganache unnötig dick an den Seiten herunterläuft. Einzelne weiche Läufer dürfen bewusst stehen bleiben.

Ziehe anschließend mit der restlichen Ganache einige kräftigere längliche Bahnen über den bereits glasierten Kuchen. Diese zusätzlichen Linien sollen sichtbar über dem Grundüberzug liegen und die lebendige Schokoladenstruktur des Bildes nachbilden. Streue die Schokoraspeln, grob gehobelten Schokospäne oder kleinen Schokoladensplitter großzügig entlang der Kuchenmitte und etwas lockerer zu den Seiten hin auf die noch weiche Ganache.

11

Anziehen lassen, schneiden und servieren

Lasse die Glasur etwa 20–30 Minuten anziehen. Der fast geschlossene Überzug und die darüberliegenden kräftigeren Schokoladenbahnen dürfen anschließend noch weich und cremig sein, sollen beim Schneiden aber nicht mehr unkontrolliert vom Kuchen laufen. So bleiben Glanz, Linienstruktur und grobe Schokospäne schön erhalten.

Schneide den Kuchen in etwa 10–12 Scheiben und serviere ihn möglichst bei Raumtemperatur. Dann bleibt der Rührteig besonders saftig und die Ganache angenehm weich. Luftdicht verpackt bleibt der Kuchen auch an den folgenden Tagen weich; kühl gelagerten Kuchen vor dem Servieren wieder etwas temperieren lassen.

Profi-Tipp: Für besonders saubere Scheiben das Messer kurz mit heißem Wasser erwärmen, anschließend vollständig abtrocknen und nach jedem Schnitt reinigen. So verschmiert die weiche Ganache weniger und die breiten hellen und dunklen Marmorwellen bleiben im Anschnitt klar sichtbar.
Perfekt ist der Schoko-Marmorkuchen, wenn im Anschnitt breite, deutlich voneinander abgegrenzte helle und dunkle Wellen sichtbar sind, die Krume fein und saftig bleibt und die Oberseite fast vollständig von einer satten glänzenden Ganacheschicht bedeckt ist. Kräftigere längliche Schokoladenbahnen liegen sichtbar darüber, einzelne weiche Läufer ziehen an den Seiten herunter und grobe Schokospäne beziehungsweise kleine Splitter sitzen großzügig und leicht unregelmäßig entlang der Kuchenmitte.

Ungefähr pro Scheibe

520 kcal
8 g Eiweiß
32 g Fett
52 g Kohlenhydrate

Die Nährwerte sind Näherungswerte und beziehen sich auf 12 gleich große Scheiben.

Meine Backhelfer

Premium Toolbox

Diese drei Backhelfer passen gezielt zu den entscheidenden Arbeitsschritten dieses Marmorkuchens: die passende Kastenform für die hohe Kuchenform, eine Profi-Teigkarte für die Verarbeitung der beiden Rührteige und ein Wasserbad-Schmelztopf für die Schokolade und die glänzende Ganache.

Hinweis: Die folgenden Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, kann ich eine kleine Provision erhalten. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Fackelmann / Zenker Kastenform 30 cm

Die passende Kastenform bildet die Grundlage für die hohe, kompakte Form des Marmorkuchens. Ihre Größe ist auf die vorgesehene Teigmenge und die kräftige Marmorierung abgestimmt.

Zum Backhelfer

Decocino 3-in-1 Profi-Teigkarte

Die Teigkarte hilft beim sauberen Auskratzen der Schüssel, beim Verarbeiten der beiden Teigportionen und beim kontrollierten Verteilen von hellem und dunklem Teig in der Kastenform.

Zum Backhelfer

JOYIT Schmelztopf 600 ml

Der Wasserbad-Schmelztopf eignet sich zum behutsamen Schmelzen der Zartbitterschokolade für den dunklen Marmorteig und unterstützt auch die kontrollierte Verarbeitung der Schokolade für die Ganache.

Zum Backhelfer

Die Rezeptur ist auf eine hohe 30 × 11 cm Kastenform und ein deutliches, breit gezeichnetes Marmormuster abgestimmt. Ähnliche Konsistenzen von hellem und dunklem Teig, wenige kontrollierte Marmorbewegungen und die Garprobe gegen Ende der Backzeit sind die entscheidenden Punkte für einen saftigen, klar gemusterten Anschnitt.

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