Schokoladig, nussig & saftig
Schoko-Haselnuss-Marmorkuchen
Dieser saftige Marmorkuchen verbindet einen hellen Vanilleteig mit einem kräftigen Schokoteig zu einem ausgeprägten Marmormuster. Eine glänzende Zartbitterglasur, cremige Haselnuss-Swirls, geröstete Haselnüsse und kleine Schokoladenstückchen sorgen für einen schokoladig-nussigen Abschluss.
Kurz & praktisch
Rezept auf einen Blick
Lasse den Marmorkuchen vollständig bis in die Mitte auskühlen, bevor die Glasur aufgetragen wird. So bleibt sie auf der Oberfläche, bildet nur wenige kurze Überläufe am Rand und bietet eine stabile Grundlage für den hellen Haselnuss-Swirl.
Schoko & Haselnuss
Runder Marmorkuchen mit deutlicher Hell-Dunkel-Marmorierung, einer durchgehend glänzenden Schokoglasur, geschwungenem Haselnuss-Swirl, gehackten Haselnüssen und kleinen Schokoladenstückchen.
Zutaten
Alles, was du brauchst
Für den Grundteig
- 220 g weiche Butter
- 190 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 4 Eier, Größe M, zimmerwarm
- 330 g Weizenmehl, Type 405
- 12 g Backpulver
- 120 ml Milch, zimmerwarm
- 120 g Schmand, zimmerwarm
- 1 TL Vanillepaste
Für den Schokoteig
- 35 g ungesüßter Backkakao
- 60 ml Milch, zimmerwarm
- 70 g Zartbitterschokolade
Für die Schokoglasur
- 180 g Zartbitterschokolade
- 90 ml Schlagsahne
- 20 g Butter
- 1 TL Honig oder Ahornsirup
Für Swirl & Topping
- 70 g helles Haselnussmus, idealerweise aus blanchierten Haselnüssen
- 1–2 TL neutrales Öl, nur bei Bedarf
- 45 g gehackte geröstete Haselnüsse
- 20 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
- optional 1 Prise Fleur de Sel
Außerdem
- Springform Ø 26 cm, Randhöhe ca. 7–8 cm
- Backpapier für den Boden
- etwas Butter für den Rand
- etwas Mehl oder Backkakao zum Ausstäuben
- Teigschaber
- Gabel oder Holzstäbchen zum Marmorieren
- kleine Winkelpalette oder Löffel für die Glasur
Verwende für den dunklen Teig ungesüßten Backkakao. Für den hellen Kontrast auf der dunklen Glasur eignet sich besonders ein cremiges Haselnussmus aus blanchierten Haselnüssen. Es sollte möglichst glatt und frei von groben Stückchen sein, damit sich die Bahnen sauber auftragen lassen.
Zubereitung
Schritt für Schritt
Springform & Zutaten vorbereiten
Stelle Butter, Eier, Milch und Schmand rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Die Butter soll weich und gut streichfähig sein, aber nicht angeschmolzen wirken. Ähnlich temperierte Zutaten verbinden sich beim Rühren gleichmäßiger und verringern das Risiko, dass die Butter-Ei-Masse später gerinnt.
Heize den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor und lege den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier aus. Fette den Rand dünn mit Butter und bestäube ihn sparsam mit Mehl oder Backkakao. Schmelze die 70 g Zartbitterschokolade für den Schokoteig vorsichtig und lasse sie anschließend auf lauwarme Temperatur abkühlen.
Hellen Grundteig herstellen
Schlage die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz etwa 3–4 Minuten cremig und deutlich heller auf. Gib die Eier einzeln dazu und rühre jedes Ei vollständig ein, bevor das nächste folgt. Die Masse soll anschließend glatt und cremig wirken.
Vermische Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel. Verrühre 120 ml Milch mit Schmand und Vanillepaste. Arbeite die Mehlmischung in drei Portionen und die Milch-Schmand-Mischung in zwei Portionen abwechselnd auf niedriger Stufe unter die Butter-Ei-Masse; beginne und ende mit der Mehlmischung.
Rühre jede Portion nur so kurz ein, bis keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind, und streiche den Schüsselrand einmal mit dem Teigschaber ab. Der fertige Grundteig soll weich und cremig sein und breit vom Teigschaber fallen, aber nicht dünn fließen.
Schokoteig anrühren
Gib etwas mehr als die Hälfte des hellen Grundteigs in eine zweite Schüssel. Verrühre den Backkakao mit 60 ml zimmerwarmer Milch sorgfältig zu einer glatten, klümpchenfreien Mischung. Gib sie zusammen mit der nur noch lauwarmen geschmolzenen Zartbitterschokolade zum abgenommenen Teig.
Hebe alles nur so lange unter, bis der Schokoteig gleichmäßig dunkel ist und keine hellen Teigstreifen mehr sichtbar sind. Streiche dabei einmal über Schüsselboden und -rand. Heller und dunkler Teig sollen ähnlich weich und gut portionierbar sein; der Schokoteig darf durch Kakao und Schokolade geringfügig kompakter wirken.
Teige einfüllen & marmorieren
Verteile zunächst einige größere Portionen des dunklen Teigs auf dem Boden der vorbereiteten Springform. Setze großzügige Kleckse des hellen Teigs dazwischen und darauf und fahre abwechselnd mit beiden Teigen fort. Verteile die Portionen leicht versetzt bis in die äußeren Bereiche der Form; der dunkle Teig darf dabei etwas überwiegen.
Ziehe mit einer Gabel oder einem Holzstäbchen nur wenige breite, lockere S-förmige Schlaufen durch den Teig. Führe das Werkzeug stellenweise etwas tiefer, damit auch die unteren Teigschichten erfasst werden, ohne mehrmals durch dieselbe Stelle zu fahren. So entstehen größere helle Bögen innerhalb der dunklen Krume statt eines fein vermischten Musters.
Streiche die Oberfläche zum Schluss nur leicht glatt. Wenn weiterhin klar getrennte helle und dunkle Bereiche erkennbar sind, ist die Marmorierung ausreichend. Weitere Bewegungen würden die deutlichen Kontraste im späteren Anschnitt unnötig verwischen.
Marmorkuchen backen & auskühlen
Backe den Kuchen auf der mittleren Schiene bei 170 °C Ober-/Unterhitze etwa 50–58 Minuten. Öffne den Backofen während der ersten 40 Minuten möglichst nicht. Wird die Oberfläche gegen Ende zu dunkel, decke sie locker mit Backpapier ab.
Prüfe die Mitte mit einem Holzstäbchen. Es darf kein roher Teig mehr daran haften; einzelne feuchte Krümel sind erwünscht. Die Oberfläche sollte sich bei leichtem Druck elastisch anfühlen und wieder etwas zurückfedern. Lasse den Kuchen anschließend etwa 15–20 Minuten in der Form ruhen.
Löse danach den Springformrand vorsichtig und lasse den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Bevor die Glasur daraufkommt, muss er auch in der Mitte kalt sein. Plane dafür nach dem Ende der Backzeit insgesamt ungefähr 2 Stunden ein.
Schokoglasur herstellen
Hacke die 180 g Zartbitterschokolade fein und gib sie in eine hitzebeständige Schüssel. Erhitze Sahne, Butter und Honig oder Ahornsirup, bis die Mischung heiß ist, aber nicht kocht. Gieße sie vollständig über die Schokolade und lasse alles etwa 1–2 Minuten unberührt stehen.
Rühre anschließend langsam von der Mitte nach außen, bis sich Schokolade und Sahnemischung zu einer glatten, glänzenden Ganache verbunden haben. Vermeide kräftiges Schlagen, damit möglichst wenige Luftbläschen entstehen. Die Glasur ist richtig verbunden, wenn keine Schokoladenstückchen oder Fettspuren mehr sichtbar sind.
Lasse die Ganache einige Minuten abkühlen, bis sie dickflüssig in einem breiten Band vom Löffel läuft. Ist sie bereits zu fest, erwärme sie kurz über einem warmen, nicht kochenden Wasserbad. Verteile sie mit wenigen ruhigen Bewegungen auf dem vollständig kalten Kuchen und schiebe sie stellenweise leicht über die Kante, sodass kurze natürliche Überläufe entstehen.
Haselnuss-Swirl & Topping auftragen
Rühre das helle Haselnussmus glatt. Ist es zu fest zum Träufeln, arbeite zunächst 1 TL neutrales Öl ein und gib nur bei Bedarf noch etwas davon hinzu. Es soll cremig und gleichmäßig vom Löffel laufen, ohne sich sofort flach auf der Glasur auszubreiten.
Träufle das Haselnussmus in weiten, unregelmäßig geschwungenen und teilweise spiralförmigen Bahnen über die noch weiche Schokoglasur. Ziehe anschließend nicht mit einem Stäbchen hindurch. Dadurch bleiben die hellen Haselnusslinien deutlich auf der dunklen, glänzenden Oberfläche sichtbar.
Streue direkt danach die gerösteten Haselnüsse und die grob gehackte Zartbitterschokolade locker darüber, solange die Glasur noch weich genug zum Haften ist. Ergänze nach Wunsch etwas Fleur de Sel und lasse zwischen dem Topping genügend freie Glasur sichtbar.
Festwerden lassen & servieren
Lasse Schokoglasur, Haselnuss-Swirl und Topping etwa 20–30 Minuten ungestört anziehen. Die Oberfläche ist bereit zum Schneiden, sobald die Glasur am Rand nicht mehr verläuft und weich-fest geworden ist. Die Haselnüsse sollen sicher darauf haften, während die Ganache beim Anschneiden noch weich bleibt.
Für saubere Stücke tauchst du ein langes, scharfes Messer kurz in heißes Wasser und trocknest die Klinge vollständig ab. Schneide den Kuchen mit ruhigen, geraden Bewegungen in etwa 12 Stücke. Säubere und erwärme das Messer bei Bedarf zwischen den Schnitten erneut, damit Glasur und Marmormuster sauber sichtbar bleiben.
Nährwerte
Pro Stück ungefähr
Berechnet bei 12 Stücken mit typischen Durchschnittswerten für Butter, Schmand, Zartbitterschokolade, Haselnussmus, Sahne und geröstete Haselnüsse. Je nach verwendeten Produkten können die tatsächlichen Werte etwas abweichen.
Meine Backhelfer
Premium Toolbox
Eine passende 26-cm-Springform gibt dem Marmorkuchen seine runde Form, ein Backtrennspray kann alternativ zum klassischen Einfetten der Form verwendet werden und ein stabiler Kuchenrost lässt den hohen Kuchen vor dem Glasieren gleichmäßig auskühlen.
Zenker Springform Creative Studio Ø 26 cm
Die 26-cm-Springform passt zum vorgesehenen Kuchenformat und bietet dem hohen Marmorkuchen eine stabile runde Form.
Decocino Backtrennspray 200 ml
Das Backtrennspray kann alternativ zum klassischen Einfetten verwendet werden und unterstützt ein sauberes Lösen des gebackenen Kuchens aus der Springform.
Dr. Oetker Torten-/Kuchenrost Ø 32 cm
Der runde Kuchenrost bietet genügend Platz für den 26-cm-Marmorkuchen und unterstützt ein gleichmäßiges, vollständiges Auskühlen vor der Glasur.
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Die deutliche Marmorierung entsteht durch zwei ähnlich weiche Teige, einen leicht überwiegenden Schokoanteil und wenige gezielte Bewegungen beim Marmorieren. Der vollständig ausgekühlte Kuchen trägt die glänzende Schokoglasur, während die klar sichtbaren Haselnussbahnen, gerösteten Haselnüsse und kleinen Schokoladenstückchen den nussig-schokoladigen Abschluss bilden.
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