Cremiger Quark-Grieß-Auflaufkuchen
Dieser Quark-Grieß-Auflaufkuchen ohne Teigboden verbindet einen kräftig goldbraunen, leicht aufgegangenen Rand mit einer hellen, saftigen und fein gebundenen Mitte. Nach dem vollständigen Durchkühlen erhält er einen zarten Puderzuckerschleier und ein frisches Finish aus Himbeeren und Heidelbeeren.
Alles, was du brauchst
Für die Quark-Grieß-Masse
- 1000 g Speisequark, 20 % Fett i. Tr., zimmerwarm
- 250 g Schmand, zimmerwarm
- 200 g Frischkäse Doppelrahmstufe, zimmerwarm
- 200 g Zucker
- 2 Päckchen Vanillezucker
- 1 TL klarer Vanilleextrakt ohne sichtbare Vanillesamen
- 1 TL fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
- 1 EL Zitronensaft
- 1 Prise Salz
- 5 Eier, Größe M, zimmerwarm
- 120 g Weichweizengrieß
- 130 ml Vollmilch, zimmerwarm
- 25 g Speisestärke
- 1 gestrichener TL Backpulver
- 90 g Butter, geschmolzen und lauwarm
Für das Finish
- 80 g frische Himbeeren
- 80 g frische Heidelbeeren
- 15 g Puderzucker
Außerdem
- etwas Butter für die Form
- Backpapier für den Formboden
Schritt für Schritt
Springform und Backofen vorbereiten
Spanne den Boden einer Springform mit 28 cm Durchmesser mit Backpapier ein und fette den etwa 6,5 cm hohen Innenrand gründlich mit Butter ein. Stelle die Form auf ein stabiles Backblech, damit sie sich später sicher in den Ofen schieben und wieder herausheben lässt.
Heize den Backofen auf 165 °C Ober-/Unterhitze vor. Das Backblech wird später auf der zweiten Schiene von unten eingeschoben, damit der Kuchen gleichmäßig backt, der Rand kräftig bräunt und die Mitte saftig bleibt.
Grieß vorquellen lassen
Verrühre den Weichweizengrieß mit der zimmerwarmen Milch und lasse die Mischung etwa 10 Minuten quellen. Der Grieß nimmt dabei einen Teil der Flüssigkeit auf und wird weicher, sodass sich später eine feine, saftige Struktur bildet.
Rühre die Mischung vor der weiteren Verwendung noch einmal gründlich glatt. Sie darf leicht angedickt sein, soll aber nicht fest oder klumpig wirken.
Quarkbasis glatt rühren
Hat sich auf dem Speisequark sichtbar Flüssigkeit gesammelt, gieße sie ab und lasse den Quark kurz abtropfen, ohne ihn trocken auszupressen. Gib ihn anschließend mit Schmand und Frischkäse in eine große Rührschüssel.
Füge Zucker, Vanillezucker, klaren Vanilleextrakt, Zitronenschale, Zitronensaft und Salz hinzu. Verrühre alles auf niedriger Stufe zu einer glatten, dicklich-cremigen Masse und streife Schüsselrand und Boden einmal mit einem Teigschaber ab.
Eier, Bindung, Butter und Grieß einarbeiten
Arbeite die zimmerwarmen Eier einzeln und jeweils nur kurz auf niedriger Stufe ein. Die Masse soll gleichmäßig und cremig bleiben, aber nicht luftig oder schaumig werden.
Vermische Speisestärke und Backpulver, siebe beides fein über die Quarkmasse und rühre es kurz unter. Gib danach die lauwarme geschmolzene Butter in einem dünnen Strahl dazu und arbeite sie langsam ein, bis keine Fettspuren mehr sichtbar sind.
Rühre zuletzt die gequollene Grießmischung langsam unter. Die fertige Masse soll glatt, schwer-cremig und gleichmäßig vom Teigschaber fließen.
Masse in die Form füllen
Gib die Quark-Grieß-Masse in die vorbereitete Springform und verteile sie gleichmäßig bis an den Rand. Streiche die Oberfläche mit wenigen ruhigen Bewegungen glatt, ohne die Masse besonders flach zu drücken.
Klopfe die Form ein- bis zweimal vorsichtig auf die Arbeitsfläche, damit größere Luftblasen entweichen. Lasse die glatt gestrichene Oberfläche anschließend unverändert.
Goldbraun backen und den Garpunkt prüfen
Backe den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten bei 165 °C Ober-/Unterhitze etwa 65–75 Minuten. Der äußere Bereich soll sichtbar aufgegangen und kräftig goldbraun sein, während die Mitte heller und etwas niedriger bleibt.
Bewege die Form gegen Ende der Backzeit vorsichtig. Die Mitte darf noch sanft schwingen, unter der Oberfläche jedoch nicht mehr flüssig laufen. Eine klassische Stäbchenprobe ist bei diesem bewusst saftigen Kuchen nicht zuverlässig.
Wird der Rand zu dunkel, decke die Form locker mit Backpapier ab. Backe den Kuchen nicht länger als nötig, da die Quark-Grieß-Mitte beim Abkühlen weiter fest wird und cremig bleiben soll.
Langsam abkühlen und durchkühlen
Schalte den Backofen aus, öffne die Tür einen Spalt und lasse den Kuchen noch etwa 20 Minuten darin ruhen. Der langsame Temperaturwechsel hilft der hohen Masse, sich ruhig zu setzen.
Nimm die Form anschließend aus dem Ofen und stelle sie auf ein Kuchengitter. Lasse den Kuchen in der geschlossenen Form etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur abkühlen. Der aufgegangene Rand und die Mitte dürfen dabei etwas absinken.
Stelle den Kuchen danach mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank. Fahre erst nach dem vollständigen Durchkühlen mit einem dünnen Messer am Innenrand entlang und öffne den Springformring langsam.
Mit Puderzucker und Beeren vollenden
Setze den vollständig gekühlten Kuchen mitsamt dem Springformboden auf eine Servierplatte. Schneide das sichtbar überstehende Backpapier rundherum bündig zurück, damit der Kuchen sauber präsentiert werden kann.
Verteile Himbeeren und Heidelbeeren locker in der Mitte. Bestäube anschließend die Oberfläche und die Beeren aus etwas Abstand gleichmäßig mit einem feinen Puderzuckerschleier.
Schneide den Kuchen mit einem langen, warmen Messer in 12 gleichmäßige Stücke und säubere die Klinge zwischen den Schnitten. Lasse die Stücke vor dem Servieren etwa 10–15 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit die Quark-Grieß-Mitte angenehm cremig wird.
Ungefähre Nährwerte pro Stück
Die Angaben sind rechnerische Richtwerte und beziehen sich auf 12 gleichmäßig geschnittene Stücke.
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Diese drei Backhelfer passen zur hohen Quark-Grieß-Masse, zum kontrollierten Verrühren der Creme und zum feinen Puderzucker-Finish.
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